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Die Sojabohne im Portrait
"Gestatten, Glycine hispida max. aus der
Familie der Leguminosen, auch Schmetterlingsblütler genannt. Ich bin
mehrere tausend Jahre alt, nur einen knappen Meter hoch und trotzdem
eine der wichtigsten Pflanzen der Welt."
Den Erfolg verdankt die Pflanze ihren Samen, von denen jeweils zwei
oder drei in einer Hülse stecken. Da es inzwischen rund 3.000
verschiedene Sorten gibt, unterscheiden sich auch die Bohnen: Sie können
gelb, grün, bräunlich oder schwarz sein, rund, abgeflacht oder oval. In
der Regel sind sie etwas kleiner als Erbsen. Bei uns im Handel finden
sich meist runde, hell- bis goldgelbe Varianten. Gemeinsam ist den Samen
ein gesunder Nährstoffmix.
Die Sojaernte wird fast ausschließlich in Ölmühlen verarbeitet. Nach
Abtrennung de Ölanteils dient das verbleibende Schrot überwiegend als
Tierfutter. Ein kleiner Teil wird zu Sojaproteinzutaten aufbereitet, die
in verschiedenen Lebensmitteln Verwendung finden.
Die Inhaltsstoffe
 | Von allen Hülsenfrüchten hat Soja mit 35 bis 40 Prozent den
höchsten Eiweißgehalt. Nicht nur die Menge, auch die
Zusammensetzung hat es in sich. Sojaeiweiß enthält alle
essentiellen Aminosäuren - also
die Eiweißbausteine, die der Mensch nicht selber bilden kann -
und würde damit als alleinige Eiweißquelle für die menschliche
Ernährung ausreichen. Gerade für eine vegane Ernährung spielt
Soja deshalb eine wichtige Rolle. |
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Etwa 20 Prozent des Samens besteht aus
Fett, weshalb die Sojabohne auch zu den Ölsaaten gerechnet wird. Die
Kohlenhydrate machen in der Sojabohne 25 bis 30 Prozent aus und sind
zum großen Teil unverdauliche
Ballaststoffe. Im
Gegensatz zu den anderen Hülsenfrüchten enthält Soja kaum Stärke,
sondern nur Mehrfachzucker, die so genannten Oligosacharide. Bei
ihrem Abbau durch die
Darmbakterien entstehen Gase. Die Folge: Blähungen. |
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Sehr hoch ist der Anteil an Mineralstoffen,
Spurenelementen und Vitaminen. An der Spitze stehen Kalium,
Phosphat, Magnesium und Calcium. Doch auch für Eisen, Fluor und
Mangan ist die Sojabohne eine gute Quelle. Das gilt auch für die
Vitamine der B-Gruppe - außer B12 - und Vitamin E. |
Hilft Soja gegen Krebs?
Interessant für die Wissenschaft sind seit einigen Jahren ganz andere
Inhaltsstoffe der Sojabohne - die Isoflavine. Die Stoffgruppe zählt zu
den so genannten sekundären Pflanzenstoffen, kommt nur in tropischen
Hülsenfrüchten vor und hat eine Ähnlichkeit mit Östrogenen, den
weiblichen
Geschlechtshormonen. Auf Grund der in Versuchen festgestellten
Wirkungen im Stoffwechsel vermuten Wissenschaftler, dass die Isoflavine
das Risiko von Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, senken können -
zumindest vor den Wechseljahren. Geschützt wird die These von
statistischen Untersuchungen, die zeigen, dass in Regionen mit hohem
Sojakonsum, wie etwa in Japan, die Brustkrebsrate viel geringer ist als
etwa in Deutschland. Eindeutig belegt ist diese Wirkung jedoch noch
nicht. Das gilt auch für die These, das Isoflavine vorbeugen gegen
Prostatakarzinome wirken.
Linderung verschaffen sie, einigen Studien zu Folge, bei typischen
Wechseljahrbeschwerden, die entstehen, weil der weibliche Körper
kaum noch Östrogene bildet. In solchen Fällen können die pflanzlichen
Östrogen für einen Ausgleich sorgen.
Unbestritten ist, dass Sojaproteine den
LDL-Cholesterinspiegel im
Blut senken und damit das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen mindern.
Über den Anteil der Isoflavine an dieser Wirkung sind sich die Forscher
nicht einig. Insgesamt geht der Trend auch bei den Forschern, die
Sojabohne und ihre Inhaltsstoffe als Ganzes zu sehen und sie nicht auf
einzelne Stoffgruppen zu reduzieren.

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