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Wir wissen heute nicht mehr, was wir essen.
Zwischen dem was wir über unser Essen wissen, und dem, was wir
tatsächlich verzehren, klafft eine tiefe Lücke. Nicht nur das allgemeine
Ernährungswissen der Bevölkerung ist mangelhaft, auch Ernährungsberater
und Ärzte, die ja als erste von Ratsuchenden gefragt werden, haben über
unser heutiges Essen nur geringe Kenntnisse. Das vorherrschende
Ernährungswissen der Bevölkerung stammt aus dem letzten Jahrhundert -
über Mutter und Großmutter weitergegeben.
Es
ist dringend geboten, dass wir über unsere Ernährung nachdenken, denn
die Gesundheitsstatistik enthält alarmierende Zahlen. Rund 65 Prozent
der Menschen in Deutschland leiden an Krankheiten, die durch
Ernährungsfehler bedingt sind. Falsches Essen führt nicht nur zu
Übergewicht, sondern zu vorzeitigem
Altern, Energiemangel, Depressionen, Verdauungsstörungen, Verstopfung,
Durchfall, Magenverstimmung, Sodbrennen, Atemnot, einem Verlust an
Selbstvertrauen, zu Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten und
Erkrankungen von Herz, Venen, Arterien, Magen, Leber und Nieren führt,
um nur einige zu nennen. Tatsache ist, dass die
Lebensqualität leidet.
Die elementare Frage ist:
Welche ist die richtige Ernährung und welche ist die
falsche Ernährung?
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Das renommierte Institut für
Ernährung und Gesundheit zum Beispiel empfiehlt, 30 Prozent
der gesamten täglichen Kalorienzufuhr mit Fetten und
mindestens 55 Prozent mit
Kohlenhydraten zu decken - besonders mit den so
genannten komplexen Kohlenhydraten wie Teigwaren und Brot. |
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Die anderen
Ernährungswissenschaftler empfehlen einen
Fettgebrauch von höchstens 20
Prozent in Bezug auf die täglichen Kalorienzufuhr und raten,
in etwa die Hälfte der täglichen Kalorien mit Kohlenhydraten
zu decken. |
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Und Eiweiß?
Der nächst Fachmann empfiehlt, den Eiweißkonsum auf einem
gemäßigten Niveau zu halten. Was ist unter gemäßigten Niveau
zu verstehen? Wer weiß? Inzwischen verkündet eine
Verbraucherzeitschrift: Um Eiweiß brauchen Sie sich in
keiner Weise zu sorgen. Die meisten Menschen essen
mindestens so viel Eiweiß, dass ihr Bedarf gedeckt ist. |
Der Konsument kann
nicht verstehen, weshalb Nahrungsmittel wie Eier und Butter von dem
einen verteufelt und von den anderen als gesund und lebensnotwendig
bezeichnet werden.
Diese Widersprüche sind verwirrend für Leute, die klare Richtlinien
brauchen. Kein Wunder, das der Durchschnittskonsument nicht mehr weiß,
was richtig und falsch ist.
Deshalb
habe ich nur einen Rat für Sie: Mitreden über Ernährung kann man
heute nur mit Wissen. Hier wäre wichtig herauszufinden, was können
Lebensmittel, welche sind gut und welche sind weniger gut für uns und
was braucht unser Körper, wo ist die Toleranzgrenze. Denn essen können
wir im Prinzip alle Lebensmittel. Das Problem ist nicht, die eine
Bratwurst oder andere Currywurst, die wir essen. Denn wenn sie uns nicht
bekommen würde, würden wir sie ja nicht essen.
Das Problem ist die Dosierung.
Die Folgen falscher Ernährung zeigen sich meist erst nach
Jahrzehnten, 20 oder 30 Jahre später. Leider ist die Gesundheit, den
meisten Menschen, erst etwas wert, wenn sie sie verloren haben.
Es gibt nichts, was die Menschen lieber
erhalten möchten
und weniger pflegen, als ihre Gesundheit.
Jean de La Bruyére (1645 -1695)
Als Leser sollen Sie Möglichkeit erhalten, sich die Nahrungsmittel
auszusuchen, die Sie für geeignet halten. So werden Sie in die Lage
versetzt, selbst über Ihre Ernährung zu urteilen, so dass Sie weder
Ideologen und Körnerfreaks noch Cholesterinjäger und Werbung verwirren
können.
Angesprochen ist jeder, der gezwungen ist zu essen.
Ganz besonders angesprochen sind Mütter und Väter, damit sie nicht
den Verführungen durch die Werbung erliegen und dadurch bei ihren
Kindern mangels besseren Wissens bereits den Grundstein für spätere
Krankheiten legen.
Unser Körper braucht heute keine anderen Nährstoffe, wie noch
vor Millionen von Jahren auch: Sauerstoff, Wasser, Makro- und
Mikronährstoffe.
(siehe auch:
"Stoffwechsel der Zelle")
Allerdings stellt sich die Frage in welcher Menge und in welcher
Zusammensetzung? Gibt es ein Optimum? Können
wir, anstatt uns mit der falschen Ernährung zu schädigen, einen
zusätzlichen Nutzen schaffen? Unsere
Lebensqualität steigern durch mehr Vitalität, Energie,
Konzentrationsfähigkeit, besseren Schlaf, weniger Krankheiten, usw.?

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