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Emulgatoren, Stabilisatoren und andere
- ausgewählte Beispiele -
| E 322 |
Lecithin |
| Herkunft: |
Handelsübliches Lecithin wird meist aus
Sojabohnen hergestellt. Andere wichtige Quellen sind die Samen
von Leguminosen einschließlich Erdnuss und Mais, doch ist
Lecithin in allen lebenden Zellen vorhanden. |
| Verwendung: |
Oberflächenwirksames Agens,
Emulgator, Stabilisator und Antioxidanz, reduziert die
Viskosität in Schokolade, macht Fett plastisch. |
| Nebenwirkung: |
Keine Giftwirkung bekannt. Wird experimentell
benutzt zur Bekämpfung des Altersschwachsinns und um Körperfett
zu mobilisieren. |
| Typische Produkte: |
Schokolade, Milchpulver, Softmargarine, Konfekt,
Dessertmischungen,, fertiges Kleingebäck, Vermicelli-Nudeln,
Überzüge für Schokoladenkuchen, Joghurtschlagcreme,
Lecithingranulat. |
| E 330 |
Zitronensäure |
| Herkunft: |
Natürliches Vorkommen in Zitronen und anderen
Zitrusfrüchten; wird industriell hergestellt durch die Vergärung
von Melasse mit dem Bakterium Aspergillus niger. |
| Verwendung: |
Als Synergist, um
die Wirkung von Antioxidanzien zu verbessern: verhindert das
Entfärben von Früchten und Entstehen schlechter Gerüche, schützt
Vitamin C. Wirkt als Trennmittel
und Aromaträger, hilft bei dem Festwerden von Marmelade. |
| Nebenwirkung: |
In großen Mengen verzehrt kann Zitronensäure
gelegentlich zu Zahnverfall und örtlichen Reizungen führen. |
| Typische Produkte: |
Biskuits, Gemüse in Dosen, Früchte in Dosen,
nichtalkoholische Getränke, tiefgefrorene Kartoffelkroketten und
-puffe, Soßen in Büchsen, Eiscreme, fertige Kuchenmischungen,
Fertigsuppen, Sorbetmischungen, Wein und Apfelwein,
Geschmacksstoffe für Getränke und Konfekt, Marmeladen und
Gelees, tiefgefrorener Fisch, tiefgefrorene Shrimps und Krabben,
Backwaren, Käse, Schmelzkäse, Streichkäse, Hüttenkäse. |
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| E 332 |
Monokaliumcitrat
(Kaliumcitrat) |
| Herkunft: |
Ein Kaliumsalz der Zitronensäure. |
| Verwendung: |
Puffermaterial und
Emulgator. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. Kalium wird von gesunden Menschen
schnell mit dem Urin ausgeschieden. |
| Typische Produkte: |
Sterilisierte und hocherhitzte Sahne,
Kondensmilch, Milchpulver, Käse, Marmelade mit reduziertem
Zuckergehalt. |
| E 401 |
Natriumalginat |
| Herkunft: |
Natriumsalz der Alginsäure. |
| Verwendung: |
Stabilisator, Suspendierungs- oder
Verdickungsmittel oder
Emulgator in, bei der Herstellung von mit
Wasser vermischbaren Pasten, Cremes und Gelen. Kann durch
einfaches Rühren die gleiche Menge Pflanzenöl emulgieren. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
Desserts, Pudding, fertige
Kuchenmischungen, Eiscreme, vorbehandelter Schnittkäse,
Barbecue-Soßen, Fruchtpiefüllungen aus der Dose. |
| E 412 |
Guarkernmehl |
| Herkunft: |
Ist das gemahlene Endosperm vom Samen der
Guarpflanze, Gyamopsis tetragonolobus, die zur
Leguminosen-Familie gehört und in Indien heimisch ist. Wächst
heute auch in den trockeneren Tropenländern und im Südwesten der
USA, wo es als Viehfutter dient. |
| Verwendung: |
Verdickungsmittel,
Stabilisator für Emulsionen, Suspendierungsmittel,
Masselieferant für dietätische Produkte; hilft Diabetikern, den
Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. |
| Nebenwirkung: |
Nur nach Verzehr von riesigen Mengen
können sich Ohnmacht, Blähungen und Bauchkrämpfe einstellen. |
| Typische Produkte: |
Barbecue-Soße in Flaschen, fertige Salate,
Salatdressing, Päckchensuppen, fertige Schaumgebäckmischung,
Huhn in weißer Soße (Konserve), Braune Soße, Piccalilli,
Meerrettichsahne, Sauce tartare, fertiger Kohlsalat, Milchshake,
Eiscreme, tiefgefrorene Früchte, Überzüge und Glasierungen,
Fruchtgetränke. |
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| E 415 |
Xanthan |
| Herkunft: |
Wird gewonnen durch Fermentation von
Kohlenhydraten mit einer Reinkultur des Bacteriums Xantomonas
campestris. |
| Verwendung: |
Stabilisator, Emulgator,
Verdickungsmittel. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
Schalentierdressings, Kohlsalat und andere
Fertigsalate, Sahnemeerretich, tiefgefrorene Pizza, fertige
Dessertaufgüsse, Kirschkuchenfüllung aus der Dose, süße Pickles. |
| E 422 |
Glycerin |
| Herkunft: |
Kommt natürlich in vielen Pflanzenzellen vor,
wird von Pflanzen synthetisiert. Für kommerzielle Zwecke gewinnt
man es als Nebenprodukt aus Ölen und Fetten bei der Herstellung
von Seifen und Fettsäuren. |
| Verwendung: |
Lösungsmittel,
Feuchtigkeitslieferant, Süßmittel. |
| Nebenwirkung: |
Sehr große Mengen oral aufgenommen können
Kopfschmerzen, Durst, Ohnmacht und hohen Blutzuckerspiegel
erzeugen. |
| Typische Produkte: |
Liköre, Konfekt, Kuchenüberzüge. |
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| E 470 |
Natrium-, Kalium-, und
Kalziumsalze der Stearinsäure und verwandter Speisefettsäuren |
| Herkunft: |
Synthetisch hergestellt. |
| Verwendung: |
Emulgatoren,
Stabilisatoren, verhindert Klumpenbildung |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
Fertige Schwarzwälder Kirschtorte, fertige
Kuchenmischung, Kartoffelchips. |
| E 471 |
Mono- und Diglyceride
von Speisefettsäuren |
| Herkunft: |
Normales Verdauungsprodukt, werden für
kommerzielle Zwecke aus Glycerin und Fettsäuren hergestellt. |
| Verwendung: |
Emulgatoren,
Stabilisatoren, Überzugsmittel. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
Fertige Schwarzwälderkirschtorte,
Kuchenmischungen, Margarine mit niedrigem Cholesteringehalt,
Instant-Pudding-Mischungen, fertige Mischungen für heiße
Schokolade, getrocknete Kartoffelflocken, getrockneter
Kartoffelbrei, fertige Marmeladenfüllung für Pudding,
Kartoffelchips, Sahne aus der Sprühdose, Fertiggerichte,
Moussemischungen. |
| E 501 |
Kaliumcarbonat und
Kaliumhydrocarbonat |
| Herkunft: |
Synthetisch. |
| Verwendung: |
Base, Alkali. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
- |
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| E 508 |
Kaliumchlorid |
| Herkunft: |
Natürliches Vorkommen in Salzablagerungen,
zusammen mit Steinsalz, ebenso um Vulkanschlote herum. |
| Verwendung: |
Geliermittel,
Salzersatz, dietätische Ergänzungsmittel. |
| Nebenwirkung: |
Kann in großen Mengen eingenommen
Darmgeschwüre verursachen, manchmal mit Hämoorhagen und
Durchbrüchen. Ständige Einnahme von Abführtabletten kann
Magengeschwüre hervorrufen. Der unangenehme Geschmack der
Salzlösung kann Ohnmacht und Erbrechen auslösen. |
| Typische Produkte: |
Salzersatz. |
| E 551 |
Kieselsäure
(Siliziumdioxid) |
| Herkunft: |
Kieselsäure ist das am weitesten verbreitete
gesteinsbildende Mineral. Sand besteht hauptsächlich aus kleinen
Körnchen von Quarz oder Flint, die beide aus Kieselsäure
bestehen. In der Nahrungsmittelindustrie werden diese feinen
Körnchen weiter verarbeitet zu mikrozellularen Pulver, aus dem
eine Gelform entsteht, oder durch weitere Hydrolyse zu einem
Kolloid umgewandelt. |
| Verwendung: |
Verhindert Zusammenbacken, Suspensions- und
Verdickungsmittel, Stabilisator in
Suspensionen und Emulsionen. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
Knabbererzeugnisse. |
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| E 570 |
Stearinsäure |
| Herkunft: |
In allen tierischen und pflanzlichen Fetten
natürlich vorkommende Fettsäure. |
| Verwendung: |
Trennmittel. |
| Nebenwirkung: |
Keine bekannt. |
| Typische Produkte: |
- |
| E 904 |
Schellack |
| Herkunft: |
Entfärbtes Exsudat der Schildlaus Coccus
lacca, die in Indien heimisch ist. Es gibt vier verschiedene
Sorten, die durch unterschiedliche chemische Prozesse entstehen. |
| Verwendung: |
Glasiermittel |
| Nebenwirkung: |
Es gibt keine Hinweise von Bedeutung auf
Schädlichkeit. |
| Typische Produkte: |
Kuchendekoration, Süßigkeiten, Orangenbrause. |
Glossar
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Emulgatoren
Stoffe, die es ermöglichen, Substanzen zu mischen, die man
normalerweise nicht mischen kann, z.B. Öl, das hydrophob
(wasserfeindlich) ist, und Wasser, das lycophob (fettfeindlich) ist,
und zwar so, dass sie sich weder entmischen noch lagenweise trennen.
Einige Emulgatoren sind Pflanzengummis, andere sind Chemikalien,
dritte sind aus Naturprodukten synthetisch hergestellt.
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Emulgatorsalze
Eine Mischung von Salzen wie Citraten, Phosphaten und Tartraten,
die Käsen beim Schmelzen beigegeben werden, um das Fadenziehen
zu vermeiden, das normalerweise beim Erhitzen von Käse auftritt.
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Kalzium- und Magnesiumsalze, die man zusetzt, um die natürliche
Festigkeit und Frische von Früchten und Gemüsen beim
Verarbeitungsprozess zu erhalten.
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Feuchtigkeitsbinder
Das sind Stoffe, die in der Lage sind, Feuchtigkeit aus der Luft
anzuziehen und damit das Austrocknen, Hart- und Ungenießbarwerden
der damit behandelten Lebensmittel zu verhindern.
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Geliermittel
Substanzen, die in der Lage sind, Gelees zu bilden, z.B. Pektin
(E 440a). Viele Geliermittel haben auch stabilisierende Fähigkeiten,
aber nicht alle Stabilisatoren sind auch Geliermittel.
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Lösungsmittel
Flüssigkeiten, die dazu dienen, Stoffe in Lösung oder Suspension
zu halten. Sie können auch zur Extraktion verwendet werden, wobei
sie entweder in den gelösten Stoff verbleiben, wie das bei
alkoholischen Extraktionen von Aromen der Fall ist, oder nach der
Extraktion wieder entfernt werden, wie z.B. bei der Produktion von
Ölen aus Samen.
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Lebensmittelzusatzstoffe, die ausschließlich Masse liefern und
keinen kalorischen oder energetischen Wert haben. Sie sind nützlich
bei Nahrungsmitteln, die zum Abnehmen dienen, können aber auch zum "Aufblasen"
verwendet werden oder zur Vortäuschung teurer Zutaten.
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Pufferstoffe
Chemische Stoffe, die beträchtliche Unterschiede in der
Säure-Alkali-Balance von Lösungen aushalten können. Der Säure- oder
Basengehalt wird mit dem sogenannten ph-Wert bestimmt. Pufferstoffe
(gewöhnlich Salze schwacher Säuren) können den ph-Wert in der
gewünschten Höhe festhalten, obgleich weitere Säuren oder Basen
zugefügt werden.
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Sperrmittel
Spuren von Metallen, die immer in der umgebenden Luft vorhanden
sind, können wie Katalysatoren das Verderben von Lebensmitteln
beschleunigen oder das vorzeitige Dickwerden von Dessertmischungen
bewirken. Die Sperrmittel heften sich an die Spurenmetalle wie
Calcium, Eisen oder Kupfer und versperren ihnen damit die
Wirkungsmöglichkeiten.
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Synergist
Ein Stoff, der fähig ist, die Wirksamkeit eines anderen Stoffes
zu erhöhen oder zu verbessern, gewöhnlich die Wirkung von
Antioxidierungsmitteln. Synergiste sind z.B. Weinsäure,
Zitronensäure sowie deren Calcium- Kalium- und Natriumsalze.
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Substanzen, die den Geräten beim Herstellungsprozess oder den
Oberflächen der Nahrungsmittel zugegeben werden, um ein Ankleben an
Pressformen, Fördergeräten oder Kochkesseln usw. zu verhindern. Mit
einem Trennmittel wie Magnesiumstearat (572) werden auch die
Innenseiten von Blechbüchsen behandelt, damit das darin konservierte
Nahrungsmittel leicht hinausgleiten kann.
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Verdickungsmittel
Zusatzstoffe, die die Viskosität eines Nahrungsmittels
vergrößern. Die meisten dieser Mittel sind pflanzlichen Ursprungs
und werden z.B. aus Seetang oder Algen hergestellt; andere, die ein
Gel oder Kolloid bilden können, stammen aus Zellulose. Kieselsäure
(551) ist das einzige anorganische Verdickungsmittel.
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Vitamine
Gelten nicht als Zusatzstoffe, sofern sie nicht die Funktion
eines solchen erfüllen, wie z.B. E 300 Ascorbinsäure (Vitamin C),
das als Antioxidierungsmittel wirkt, wie auch die Tocopherole E
306-E 309 (Vitamin E), oder als Farbe wie E 101a
Riboflavin-5´-Phosphat (Vitamin B2). |

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