Magersucht
Nicht nur ein Zuviel, auch ein Zuwenig an Nahrung ist für den
Körper schädlich und in unserer (Wohlstands) Gesellschaft gar
nicht einmal so selten: Schätzungsweise 1% aller jungen Mädchen und
Frauen leiden unter der (Pubertäts) Magersucht (Anorexia nervosa), einer
psychisch bedingten Essstörung. Junge Männer sind nur selten betroffen.
Es beginnt scheinbar harmlos mit einer
Fastenkur der meist normgewichtigen Mädchen. Die Patientinnen können
jedoch auch nach Erlangen des ursprünglichen Wunschgewichts nicht
aufhören zu fasten, und aufgrund ihrer gestörten Körperwahrnehmung
fühlen sie sich trotz erheblichen Untergewichts weiter zu dick.
Die Behandlung ist langwierig und umfasst neben somatischen Maßnahmen
eine Psychotherapie.
Trotzdem beträgt die Sterblichkeit rund 10
Prozent.
Eine weitere psychisch bedingte Essstörung ist die Bulimie
(Ess-Brech-Sucht), die als Komplikation einer Magersucht oder als
eigenständige Erkrankung auftritt. Heimliche "Fressanfälle" wechseln
hierbei mit Erbrechen und/oder Fasten ab.
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