
Alle Dinge sind Gift,
und nichts ist ohne Gift.
Die Menge allein macht,
dass ein Ding kein Gift ist.
Paracelsus
Problemfall Alkohol
Sein Abbau im Stoffwechsel über Azetaldehyd zu Essigsäure ähnelt
eher dem der Fettsäuren. Wer also seinen täglichen Energiebedarf
(Kalorien) nicht überschreitet, darf hier ruhig etwas sündigen.
Ein bis zwei Glas Rotwein am Tag empfehlen Ärzte als "Adernputzer".
Das liegt an den im Rotwein enthaltenen Anthozyanen. Diese Flavonoide
verhindern in den Gefäßen Fett- und Kalkablagerungen. Das kann Herz- und
Hirninfarkte verhindern sowie Durchblutungsstörungen vermindern.
Spirituosen sind hochgradig kalorienreich: Sie sollten wirklich eine
Ausnahmeerscheinung bleiben, vor allem in Verbindung mit zuckerhaltigen
Säften und Limonaden.
Wann sollten Sie alkoholische Getränke meiden?
Mit dem Alkohol nimmt man nicht nur zusätzliche Kalorien zu sich (bei
zwei Gläsern Bier pro Abend, einen Gegenwert von 13 Kilo Fett pro Jahr),
es wird auch der Appetit deutlich angeregt. Wer einen
alkoholischen Aperitif vor dem Essen zu sich nimmt, isst in der Folge
meistens auch tatsächlich mehr. Dazu sind viele Getränke - auch
viele antialkoholische - versteckte Kalorienbomben mit geringem oder gar
ohne Nährwert.
 | Rund 1,6 Millionen Bundesbürger sind akut von Alkohol abhängig.
Das sind 2,4 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Alkoholmissbrauch
bestimmt derzeit das Leben von etwa 2,65 Millionen Menschen (vier
Prozent der Bevölkerung). |
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In Deutschland sterben jährlich rund 42.000
Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des
Alkoholmissbrauchs. |
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Rund zwei Millionen Kinder im Alter von bis
zu 18 Jahren müssen in der Bundesrepublik mit der
Alkoholabhängigkeit eines der beiden Elternteile leben. |
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Sieben Prozent aller Straftaten in
Deutschland werden unter Alkoholeinfluss begangen. |
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Bei 60 Prozent der Verurteilungen wegen
Straftaten im Straßenverkehr spielt Trunkenheit eine Rolle. |
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Arbeitsunfähigkeit und Invalidität wegen
einer Alkoholabhängigkeit oder einer Alkoholpsychose wird in 92.000
Fällen pro Jahr festgestellt, zur Frührente kommt es in etwa 6.500
Fällen. In beiden Zahlen sind die Krankheiten, die erst in der Folge
des Alkoholkonsums entstehen, nicht enthalten. |
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Zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung
konsumieren Alkohol in einer Größenordnung, die langfristig
gesundheitlich riskant ist. |