Die am häufigsten gestellten Fragen werden
hier veröffentlicht:
Frage: Ist es
gut wenn ich abends meine Hauptmahlzeit einnehme?
Antwort: Halten Sie sich vor dem zu Bett
gehen mit der Menge zurück, mit einem vollem Magen schläft es sich nicht
so gut, mit einem knurrenden allerdings auch nicht. Weniger Sorgen
müssen Sie sich indes machen, dass die Kalorien aus einem zu späten Mahl
etwa sofort als Fett eingelagert würden, wie manche befürchten. Das ist
einfach nicht wahr. Der Körper wird auf jeden Fall zuerst die entleerten
Energiespeicher in den Arbeitsmuskeln und der Leber füllen.
Auf der anderen Seite werden alle Kalorien, die Sie über den
tatsächlichen Bedarf des Körpers hinaus zu sich nehmen - ganz gleich, zu
welcher Tages- oder Nachtzeit -, letztendlich in Form von Fettreserven
gespeichert.
Frage: Wie baut
man die Fettdepots am besten ab durch Sport oder Diäten.
Antwort: Die Ernährung hat einen
größeren Einfluss auf das Körpergewicht als der Sport.
Bewegung und Training hat
jedoch Einfluss auf die Konstitution, dass heißt die
Körperzusammensetzung und den
Körperfettanteil. Bewegung ist also nur eine sinnvolle Ergänzung zu
einer vernünftigen Ernährung. Bedenken Sie: Essen müssen Sie um zu
Überleben, Sport brauchen Sie nicht zwangsläufig zum Überleben kann aber
in Maßen die Gesundheit und Lebensqualität steigern.
Frage: Bekommen
wir nicht genügend Vitamine mit unserer täglichen Nahrung?
Antwort: Nein. Selbst bei gesunden
Menschen ist dies nicht der Fall, ganz zu schweigen von Menschen, die
zum Beispiel durch besonderen Stress, erhöhte Umweltbelastung oder
andere Risikofaktoren einen größeren Vitaminbedarf haben. Eine wenig
bekannte Tatsache ist auch, dass die Durchschnittsernährung in
Deutschland und anderen Industrieländern kaum mehr Vitamine enthält;
diese werden fast alle durch Nahrungskonservierung und den Kochvorgang
zerstört. Deshalb ist der tägliche Genuss von Obst und frischem Gemüse
auch so wichtig. Aber selbst das reicht nicht aus. Besonders gravierend
ist die durchschnittliche Unterversorgung mit Vitamin C. Nehmen wir zum
Vergleich den Stoffwechsel einer Ziege, die ihr eigenes Vitamin C in
täglichen Mengen von 15.000 mg produziert. Um die gleiche Menge dieses
Vitamins zu erhalten, müsste ein Mensch etwa 300 Gläser Orangensaft pro
Tag trinken.
Frage: Was hat
es mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auf
sich?
Antwort: Die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung (DGE) ist ein Gremium, das nicht frei ist vom Einfluss von
Interessensgruppen insbesondere aus der Pharmaindustrie. Über ein halbes
Jahrhundert lang haben uns medizinische „Autoritäten” wie die DGE
erzählt, dass die tägliche Zufuhr von 75 mg Vitamin C zum Erhalt der
menschlichen Gesundheit ausreichend sei. Generationen von Ärzten haben
im falschen Glauben an die Empfehlungen der DGE ihren Patienten eben
diese Menge pro Tag empfohlen, nicht mehr! Jetzt stellt sich heraus,
dass diesen Empfehlungen keinerlei stichhaltigen wissenschaftlichen
Untersuchungen zugrunde lagen.
Nach Jahrzehnten erfahren wir nun, dass 75 mg Vitamin C lediglich
ausreichen, um offenen Skorbut zu verhindern, aber nie und nimmer
genügen, um unseren Körper und seine Organe gesund zu erhalten. Wie Dr.
Levin und seine Kollegen vom Nationalen Gesundheitsinstitut der USA
jetzt gezeigt haben, liegt selbst für gesunde Menschen das tägliche
Minimum mindestens dreimal so hoch. Die „offiziellen” Empfehlungen zur
täglichen Vitamin C -Mindestmenge werden wohl auch in Deutschland bald
auf 200 mg angehoben werden. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige
Richtung, aber er reicht noch lange nicht aus und kommt viel zu spät.
Die viel zu niedrigen „offiziellen” Empfehlungen nicht nur für Vitamin C
haben bei Millionen Menschen zu vermeidbarer Krankheit und vorzeitigem
Tod beigetragen. Auch Interessensverbände, wie die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung, müssen jetzt Rede und Antwort stehen, wessen Interessen
sie eigentlich vertreten.
Deshalb mein Rat an alle Leserinnen und Leser: Verlieren Sie keine Zeit
mehr und glauben Sie nicht an irgendwelche „Empfehlungen” von
irgendeiner „Gesellschaft”, die den Interessen der Pharmaindustrie
dienen. Im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit sollten Sie kein Risiko
mehr eingehen. Nehmen Sie ab sofort die Sorge für Ihre Gesundheit selbst
in die Hand.
Frage: Soll man
Vitamine mit den Mahlzeiten einnehmen oder getrennt?
Antwort: Am besten ist es Vitamine mit
einer Mahlzeit einzunehmen, weil so die Aufnahme insbesondere der
fettlöslichen Vitamine aus dem Verdauungstrakt in die Blutbahn
erleichtert wird.
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"Eine
neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise
durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als
bekehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner
allmählich aussterben und dass die heranwachsende
Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut
gemacht ist."
Max Planck:
Wissenschaftliche Autobiographie, Leipzig, 1928