Mehr Power für den Körper
Sport gehört zu den Eckpfeilern des Lebens, denn Höchstleistungen
im Beruf sind ohne einen ausgewogenen Lebenswandel mit einer optimalen
Balance zwischen mentalem, physischem, emotionalem und geistigem
Wohlergehen nicht möglich.
Wohl fühlen und aktiv bleiben - bis ins hohe Alter.
Grundvoraussetzung für jede Art von Sport ist die richtige
Einstellung zu seinem eigenen Körper: Macht Stress aus Ihnen eine
tickende Zeitbombe, die vor Überlastung meist kurz vor der Explosion
steht? Schlafen Sie nachts schlecht? Sitzen Sie am Wochenende meist mit
Pizza und Bier vor dem Fernsehschirm? Wann haben Sie dass letzte mal
völlig abgeschaltet und etwas für Ihr Wohlbefinden getan?
Leider
ist es so, dass das Interesse am eigenen Körper und die Bereitschaft,
etwas aktiv für die eigene Gesundheit zu tun, erst dann entsteht, wenn
gravierende gesundheitliche Probleme auftreten - entweder bei einem
selbst oder bei nahen Verwandten oder Freunden. Diese Einstellung
ermöglicht es, dass gesundheitliche Probleme langsam anwachsen und
erst spät eruptiv hervorbrechen - ob in Form von Krebs, Schlaganfall,
Herzkrankheiten oder Diabetes. Ziel muss daher beim modernen Menschen
eine aktive Gesundheitsvorsorge sein, nicht die Reaktion auf akute
Probleme.
Viele argumentieren auf die Frage nach fehlender sportlicher
Betätigung und nicht vorhandener Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse
ihres eigenen Körpers, der akute Zeitmangel sei daran schuld.
Time is money. Das mag sein, nur:
Können Sie es sich so gesehen leisten, krank zu
sein?
Welche Vorteile bringt körperliche Betätigung?
Entscheidend dabei ist die richtige Mischung aus Ausdauer,
Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit, die gesund hält und dadurch den
natürlichen Alterungsprozess verzögert. Durch Ausdauertraining werden
die Pulsfrequenz und der Blutdruck gesenkt, während durch intensives
Training das Herzvolumen steigt. So wird das Herz trainiert, weniger
gefordert und benötigt auch weniger Sauerstoff.
Gesundheitssport verbessert die Durchblutung und den Gasaustausch in
der Lunge und steigert somit die gesamte Sauerstoffversorgung des
Körpers. Aber auch die Fliesseigenschaften des Blutes werden verbessert,
die Empfindlichkeit gegenüber Hormonen in den diversen Geweben
optimiert. Entscheidend sind auch die Auswirkungen auf den Stoffwechsel:
Die Blutfettwerte werden massiv positiv beeinflusst. So sinkt das
Gesamtcholesterin und das nützliche HDL-Cholesterin steigt in direktem
Verhältnis zu den wöchentlich gelaufenen Kilometern. Der
Blutzuckerspiegel wird selbst durch hobbymäßige Sportarten gesenkt, das
Immunsystem gesteigert und die Knochenmasse und -festigkeit gesteigert.
Man kann aber auch des Guten zu viel tun
Dies gilt besonders für diejenigen, die mit dem Gesundheitssport
gerade anfangen. Die Folge übertriebenen und falschen Trainings kann
sowohl bei Anfängern als auch bei Amateur- und Freizeitsportlern zur
körperlichen Erschöpfung führen. "No pain - no gain" oder "Wenn
ich härter trainiere als alle anderen, werde ich auch schnelle als alle
anderen" sind die häufigsten Fehler. Bei 80 Prozent der Sportler mit
einem Erschöpfungssyndrom kann es sogar zum Auftreten von Depressionen
kommen.
Härter ist nicht unbedingt besser
Das
Alter, das Körpergewicht, der momentane Trainingszustand und viele
andere Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Erstellung
eines individuellen Trainingsprogramms. Vor dem Beginn eines Trainings
sollte unbedingt eine ärztliche Untersuchung stehen. "Harder is not
necessarily better" ist die wesentliche Botschaft, die aus dem
amerikanischen Fitnessbereich kommt.
Zu beachten ist auch, dass man ein bis zwei Stunden nach der
Nahrungsaufnahme keinen Sport betreiben soll. Des weiteren, dass man
sowohl vor als auch nach dem Training eine Aufwärm- und eine so genannte
Abwärm- oder Abkühlphase beachten sollte
Der Mensch ist kein Dauerläufer, sondern ein Zehnkämpfer!
Läufer laufen, Schwimmer schwimmen, Radfahrer fahren Rad und
Kraftsportler "fressen Eisen" - es ist noch nicht so lange her,
da kannte die Trainingslehre nur diese sture Methodik. Crosstraining und
der so genannte Transfereffekt waren unbekannt. Aber es ist eine
wissenschaftliche Tatsache: Trainingsausflüge in andere Sportarten
können beflügelnd wirken - Vielseitigkeit als Trainingsvorteil.
Sportliche Abwechslung tut gut
Durch Ausgleichssport wie Laufen, Schwimmen, Radfahren,
Fitnesstraining im Studio, Aquajogging, Skilanglauf oder Inline-Skating
werden auch Muskelgruppen trainiert, die sonst weniger zum Zuge kommen.
Sie verbessern Ihre Flexibilität, Ihre Kraft, und Ihre Koordination. Je
vielseitiger, kräftiger und athletischer ihr Körper ausgebildet ist,
umso leichter vermeiden Sie Fehl- oder Überbelastungen oder muskulären
Ungleichgewicht (Dysbalancen). Wichtige Nebenwirkung: Sie verringern so
auch die Verletzungsgefahr.
Stehen Sie zu Ihrem Individualprogramm
Sie müssen kein Spitzen- oder Superathlet werden. Setzen Sie sich
keine unrealistischen Ziele. Idealerweise sollten Sie sich einen
Pulsmesser für ein pulskontrolliertes und somit gefahrloses, aber doch
optimales Training anschaffen.
