Fettverlust contra Gewichtsverlust
Ernährung ist, wie die Religion, stark instinktiv geprägt.
Für viele Menschen ist nur wichtig, dass ein Pfund weniger eben
ein Pfund weniger ist, und es ist nicht wirklich wichtig, woher das
verlorene Gewicht kam. Lassen Sie mich etwas klarstellen: Zwischen
Gewichtsverlust und Fettverlust besteht ein großer Unterschied.
Fettsucht ist nicht einfach ständige Gewichtszunahme, sondern eine
Anhäufung von überschüssigem Körperfett. Daher ist das Erlangen
des idealen Körpergewichts nicht bloß eine Frage von Gewichtsverlust. Es
erfordert auch Reduzierung überschüssigen Körperfetts.
Ihr Körpergewicht setzt sich aus mehreren Größen zusammen - Wasser,
Fett, Muskeln und Stützapparat (Knochen, Sehnen usw.). Der Einfachheit
halber können Sie den Körper als zweiteiliges System betrachten: reines
Fett auf der einen Seite, reine Körpermasse (der Rest) auf der anderen
Seite. Der prozentuale Körperfettanteil ist schlicht und einfach
Gesamtkörperfett geteilt durch Gesamtgewicht (Gesamtfett : Gesamtgewicht
= prozentualer Anteil des Körperfetts).
Wenn Sie ihr ideales Körpergewicht errechnen wollen hat das nichts
mit einer Zauberformel zu tun.
Körperfettmessung
Das Idealgewicht
ist nichts anderes als der angemessene prozentuale Fettanteil eines
gesunden Menschen. Für gewöhnlich gelten bei Männern 15 Prozent, bei
Frauen 22 Prozent Körperfett als normal.
Im Schnitt beträgt das Körperfett beim Mann 23 Prozent, bei der Frau
hingegen 32 Prozent. Das heißt, dass die Männer im Durchschnitt 53
Prozent über ihrem Idealgewicht liegen, die Frauen im Durchschnitt 50
Prozent.
Warum ist der prozentuale Anteil an Körperfett so hoch? Weil
Fachleute, die sagen, was gegessen werden soll, den Zusammenhang
zwischen Diät und Fettverlust nicht wirklich verstehen. Vor allem
verstehen sie nicht, wie das Körperfett durch die Makronährstoffe in der
Nahrung beeinflusst wird.
Was sind Makronährstoffe?
Ganz einfach: Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Dieses Konzept
mag Ihnen vielleicht banal erscheinen. Natürlich besteht Essen aus
Eiweißen (Proteine), Kohlenhydraten und Fetten - das hat man Ihnen schon
in der Schule beigebracht. Doch die Wahrheit liegt tiefer. Jedes Mal,
wenn Sie essen, lösen diese Nährstoffe komplexe Hormonreaktionen
aus, die letztendlich bestimmen, wie viel Körperfett Sie anhäufen. Auf
Gewichtsverlust bezogen bedeutet das: Die wahre Stärke der Nahrung liegt
darin, diese Reaktionen unter Kontrolle zu bekommen und als
Tor zum Optimum
zu nutzen.
Betrachten Sie also die einzelnen
Makronährstoffe
genauer.
